Wann sollte man auf Sommerreifen umsteigen?

Was Winterreifen betrifft, ist die Frage nach dem Wechseldatum relativ leicht zu beantworten, da die Witterungsverhältnisse ja ohnehin die Montage diktieren, aber bei den Sommerreifen ist die Sache schon ein wenig diffiziler und alle Jahre wieder erreicht uns die Frage, wann genau man also wechseln sollte. Darüber gibt es übrigens unterschiedliche Meinungen, doch an dieser Stelle wollen wir die – aus unserer Sicht – einleuchtendste Lösung erörtern.

Der richtige Zeitpunkt

Mit Faustregeln von anno dazumal muss man ja ein wenig vorsichtig sein. Allgemein galt stets eine Durchschnittstemperatur von 7° Celsius als Richtwert – auch als Umkehrschluss für den Wechsel auf Winterreifen. Doch wie wir bereits angedeutet haben, ist dieser Wert schon ein wenig überholt und man sollte die Sache vermutlich nicht so ohne Weiteres pauschalisieren. Winterreifen sind vom Profil und der Gummimischung darauf ausgelegt, bei niedrigen Temperaturen und glatter Fahrbahn mehr Sicherheit zu bieten. An Sommerreifen werden natürlich ganz andere Anforderungen gestellt und vor allem nach dem Tauwetter, wenn höhere Temperaturen einsetzen, kann die Gummimischung schnell zu einem Problem werden. Das Material der Sommerreifen hält den hohen Außentemperaturen viel besser stand und verschleißt nicht so schnell. Regenwasser wird zudem besser verdrängt und der Grip erhöht sich. Vor allem in brenzligen Situationen zahlt sich die richtige Bereifung schnell aus. Gute, neue Sommerreifen können auch länger genutzt werden als die Winterreifen, da sie inzwischen auch ausreichende Sicherheit bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt bieten. Der ADAC belegte das vor Kurzem in einer Studie und der Sommerreifen heimste überdies auch gute Noten für den Bremsweg ein. Doch wann ist denn jetzt der beste Zeitpunkt, um die Reifen zu wechseln? Generell kann man da kein festes Datum festlegen, da die Witterungsbedingungen je nach Region auch stark voneinander abweichen. Wir meinen aber, dass sich fast immer der April anbietet, um den Reifenwechsel zu vollziehen. Man sollte nämlich auf jeden Fall so lange mit dem Wechsel warten, bis die Straßen dauerhaft schnee- und eisfrei sind und auch in der Nacht keine Frostbildung mehr zu befürchten ist. Anderenfalls könnte die morgendliche Fahrt zur Arbeit durchaus gefährlich werden. Sagt der Wetterbericht, dass kein Frost mehr zu befürchten ist, und sinkt die Tagestiefsttemperatur nicht mehr unter 5°C, kann man beruhigt den Radwechsel auf Sommerreifen vornehmen. Meistens ist es ja im April so weit.

Den Wechsel nicht verschwitzen

Wie wichtig der Reifenwechsel ist, zeigen die jährlichen Unfallstatistiken. Es mag auch durchaus richtig sein, dass der Wechsel auf Winterreifen noch ein wenig dringlicher ist, doch erstens ist die falsche Bereifung auch im Sommer eine häufige Unfallursache und zweitens nützen einem die verschlissenen Winterreifen im nächsten Winter auch nichts mehr.

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