Kann man mit Winterreifen im Sommer fahren?

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass wir im Winter spezielle Winterreifen aufziehen. Das macht durchaus Sinn, denn sie verbessern die Fahreigenschaften des Wagens ganz beträchtlich und sorgen so für mehr Sicherheit. Doch was passiert, wenn man die Reifen im Frühjahr nicht austauscht und weiterhin auf Winterreifen unterwegs ist?

Winterreifen im Sommer sind eine Gefahr

Die Benutzung von Winterreifen während der wärmeren Jahreszeit hat gleich mehrere Nachteile. Und auch wenn sie nicht verboten ist, kann man doch nur dringen davon abraten. Vor allem aufgrund von Sicherheitsbedenken sollte man im Frühjahr die Reifen wechseln. Generell gilt als Faustregel: Von O bis O, also von Oktober bist Ostern sollte man Winterreifen verwenden. Wenn man die Pneus für den Winter jedoch länger benutzt während die Temperaturen steigen riskiert man seine Sicherheit. Bei zunehmender Wärme werden die Winterreifen zu weich, die Profilblöcke verformen sich und die Bremsleistung nimmt ab. Hierdurch kann sich der Bremsweg ganz erheblich verlängern, im Schnitt um 10 Prozent. Bei bestimmten Modellen kann der Bremsweg sogar bis zu 16 Metern mehr betragen als mit Sommerreifen. Schwere Unfälle sind hierdurch vorprogrammiert. Auch bei normaler Fahrt bietet der Winterreifen im Sommer weniger Halt. Hierdurch wird das Auto schwammig und der Fahrer hat vor allem in Kurven den Wagen schlechter unter Kontrolle.

Auch wenn die Sicherheit das Hauptkriterium für den Reifenwechsel im Frühling sein sollte, gibt es noch andere Gründe. Der Verschleiß ist aufgrund der weicheren Gummimischung wesentlich höher als bei Sommerreifen. Wer also den ganzen Sommer mit den Winterpneus unterwegs ist, der wird sich im nächsten Winter neue Reifen zulegen müssen.

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