Versteckte Kosten können teuer werden
Die Werbung für günstige Angebote im Bereich Autokauf überschlägt sich. Jeder will günstiger Angebote bieten als der Andere und bietet Extras und Sonderausstattungen zu besonders günstigen Konditionen. Der Neuwagenmarkt in Deutschland brummt trotz Krise wieder. Eine besondere Form, an einen Neuwagen zu kommen ohne gleich den ganzen Kaufpreis auf den Tisch legen zu müssen ist das Leasing.
Diese Form der Finanzierung eines Neuwagens erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Der Leasinggeber beschafft das Leasinggut, in diesem Falle ein neues Auto und überlässt es dem Leasingnehmer sozusagen zu einer Art Miete, der monatlichen Leasingrate. Im Gegensatz zur Miete einer Wohnung liegt das Risiko für das Leasinggut in diesem Falle allerdings komplett und allein beim Leasingnehmer. Trotzdem erscheint diese Art der Finanzierung vielen als eine günstige Möglichkeit sich einen Neuwagen leisten zu können und zwar nicht nur einmal, sondern ohne Kauf und Wiederverkauf, immer das aktuelle Modell vor der Tür stehen zu haben. Das finden die meisten autobegeisterten Verbraucher natürlich verlockend.
Ist die Gelegenheit wirklich günstig?
Auch der Handel weiß das und lockt mit scheinbar super günstigen Leasingangeboten. Denn häufig werden bei Angeboten plakativ mit der berühmten Null Prozent Finanzierung oder besonders günstigen Raten geworben, die in der Werbung zunächst sehr attraktiv aussehen. Tatsächlich verbergen sich dahinter aber zusätzliche Kosten oder der Gesamtpreis, der bei Abschluss des Leasingvertrages zu Grunde gelegt wird ist von Anfang an sehr hoch angesetzt, so dass die eingesparten Zinsen quasi von Anfang an drauf gerechnet werden. So könnte bei einem Neuwagen als Kaufpreis einfach der reguläre Listenpreis die Berechnungsgrundlage bilden, während ein ausgehandelter Kaufpreis weit niedriger liegen könnte.
Transparenz wird Pflicht
Seit etwas über eine Woche ist nun das neue Kreditrecht in Kraft getreten. Danach soll Leasing nun verpflichtend transparenter werden. Alle zusätzlichen Kosten müssen mit angegeben werden. Bisher mussten nur der effektive Jahreszins und der Bruttodarlehensbetrag in einem Leasingangebot mit angegeben werden. Die Anpassung und Nachbesserung der Verträge wird bei den Autobanken wohl einige Bearbeitungszeit kosten, weswegen nicht unbedingt gewährleistet ist, dass die Umstellung schnelle erfolgen kann. Der Verbraucher sollte also weiterhin die Konditionen genau prüfen und nachfragen, welche Zusatzkosten noch auf ihn zukommen.